Bewältigung der Krise in der Sahelzone: Hin zu einer Stärkung und besseren Ausrichtung der Sicherheits-, Stabilisierungs- und Entwicklungsinitiativen

Premierminister Moctar Ouane leitete am Mittwoch, dem 24. Februar 2021, an der Alioune Blondin Bèye Peacekeeping School die Eröffnungsfeier des hochrangigen internationalen Seminars über Krisenmanagementinitiativen in der Sahelzone. Ziel dieses Seminars ist es, das Handeln der Staaten der Region und der wichtigsten Akteure der internationalen Gemeinschaft auf eine Stärkung und bessere Ausrichtung der regionalen Initiativen für Sicherheit, Stabilisierung und Entwicklung in der Sahelzone auszurichten. Dieses von Japan finanzierte dreitägige Seminar bietet die Gelegenheit, die Herausforderungen und Bedürfnisse in den in den jeweiligen betroffenen Staaten identifizierten Bereichen zu artikulieren und sie mit der regionalen Dynamik und den kommenden in Beziehung zu setzen.
Der Generaldirektor der Schule für Friedenssicherung, Alioune Blondin Bèye, Oberst Souleymane Sangaré, erklärte, dass der Raum Sahel-Sahara vor vielfältigen Problemen und Herausforderungen im ständigen Wandel stehe. Für ihn beschränken sich diese neuen und komplexen Herausforderungen nicht nur auf die Grenzen der verschiedenen betroffenen Staaten. Dieser permanente, grenzüberschreitende und internationale Krisenzustand hat direkte Auswirkungen auf die Sicherheit, Stabilität und Entwicklung der Staaten. Aus diesem Grund muss ein multilateraler, integrierter, integrativer und koordinierter Ansatz die am besten geeignete Antwort liefern, um die aktuellen Bedenken auszuräumen.
Laut dem Vertreter des Exekutivsekretärs der G5-Sahelzone, Mahamadou Samaké, reichen Sicherheitsmaßnahmen allein nicht aus, um die Ursachen der anhaltenden Krise in den Ländern der Sahelzone einzudämmen. Aus diesem Grund müssen die Strategien zur Bewältigung von Sicherheitskrisen die Dimension der "Prävention des Phänomens" einbeziehen, die eine Vielzahl von Maßnahmen erfordert. Diese Mittel müssen den streng militärischen Aspekt ergänzen und verstärken, sagte Samaké. Er betonte, dass die G5-Sahelzone zur Gewährleistung der langfristigen Stabilität in der Region ein umfangreiches vorrangiges Investitionsprogramm (PIP) für einen Gesamtbetrag von 1,9 Milliarden Euro mit besonderem Schwerpunkt auf Entwicklung und Grenzgebieten entwickelt habe.
Premierminister Moctar Ouane seinerseits begrüßte die Initiative dieses Seminars, das zu einer Zeit stattfindet, in der Mali eine mehrdimensionale Krise durchlebt. Er gratulierte der EMP zu ihrer bemerkenswerten Arbeit in der Sahelzone im Bereich Sicherheit und Stabilität. Herr Ouane hat sich verpflichtet, nicht nur die Sicherheitsagenda auf den Schutz der Zivilbevölkerung auszurichten, sondern vor allem auch ein besseres Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Säulen in Bezug auf verantwortungsvolle Staatsführung, Sicherheit und Entwicklung zu erreichen. Er merkte an, dass diese dreitägigen Diskussionen und Austausche es ermöglichen werden, den fortwährenden Mutationen der Bedrohung im Raum Sahelo-Sahara zu begegnen.